Die Leseinitiative NRW hat zu der Geschichte "Was ist aus dem Frosch geworden?" (Peter Härtling) einen Lese- und Schreibwettbewerb ausgeschrieben.
Es nahmen daran die Klassen 3a, 4a und 4c  unserer Schule teil. Alle Kinder schrieben mit großer Begeisterung Fortsetzungen zu der Geschichte vom Gummifrosch. Um so schwieriger fanden es die Lehrer/innen nur eine Geschichte auszuwählen, die im Wettbewerb mit den Geschichten aus anderen Schulen der Stadt Münster und auf Landesebene einen Preis gewinnen kann.
Schließlich wurde die Geschichte von Nele und Svenja ausgewählt.

Der Frosch auf Reisen

Der Frosch schwimmt auf dem Meer, in der Nähe vom Strand kommt auf einmal ein Schwarm Fische auf ihn zu. Der Frosch weiß nicht, warum die Fische so schnell wegschwimmen. Aber der Frosch will nicht weiter überlegen, denn er schwimmt auf einen Strand zu. Nur heute ist keiner da, weil es regnet. Von dem Regen wird der Frosch wieder ins Meer zurückgespült und er denkt: „Das war ja ein kleiner Strandbesuch. Eigentlich wollte ich doch am Strand schlafen, aber das wird wohl nichts. Hier ist ja ein Wal, der sieht aber lieb aus, oder ist er etwa gefährlich? Nein, der ist nicht gefährlich, das sieht man doch. He, was machst du denn jetzt? Jetzt bin ich auf deinem Rücken. Wo schwimmst du denn jetzt wieder hin?" „Wirst du noch früh genug erfahren!" Der Frosch hat zuerst ein bisschen Angst. Der Wal sagt: „Hier im Wasser muß irgendwo der große starke Hai sein, ich bringe dich besser zu Delli und Flippina. Da sind sie ja! Die passen bestimmt auf dich auf", ruft der Wal. Der Wal ruft: „Delli! Flippina!" „Ja, was ist denn?" sagen Delli und Flippina gleichzeitig. „Ich habe einen kleinen Frosch gefunden, könnt ihr auf ihn aufpassen?", fragt der Wal. Flippina sagt: „Ja, ja, ja, dann hab' ich endlich jemanden zum Spielen." „Aber du hast doch Delli zum Spielen", sagt der Wal. „Nein, Delli muss immer auf ein paar andere Kinder aufpassen, die ungefähr in meinem Alter sind." Auf einmal ruft der Wal: „Aufpassen, der Hai kommt!" „Hilfe, Hilfe! Delli, Delli! Hilf mir, ich hänge fest!", ruft Flippina. Delli ruft: „Ich komme schon!" „Komm schnell! Der Hai ist gleich da", ruft Flippina. Der Frosch ist schneller und holt Flippina aus dem Netz und rettet sie vor dem Hai. „Vielen, vielen Dank, Froschli", bedankt sich Flippina. „Ich bin ein Mädchen und heiße Nina", sagt der Frosch. „Jetzt muß ich aber weiter!", ruft Nina. „Aber der Hai ist immer noch da", fügt Flippina hinzu. Nina meint: „Ich hab' keine Angst, ich rette mich selber, tschüss!" „Bleib‘ hier, Nina!" Aber Nina ist schon weg. „Die erlebt jetzt bestimmt tolle Abenteuer", flüstert Flippina. Nina schwimmt ganz in Ruhe im Meer herum. „Hui, da kommt eine Welle! Und da hinten ist ein Strand. Dort sind viele Menschen, vielleicht nimmt mich ja jemand mit nach Hause." Wirklich, am Strand nimmt ein Mädchen den Frosch mit.
Eine Woche später: Unten hält ein Lieferwagen. Der Mann, der in dem Lieferwagen sitzt, steigt aus und schellt unten an der Haustür. Das Mädchen, das den Frosch gefunden hat, das übrigens Nora heißt, springt auf und schubst ihn aus Versehen mit dem Arm aus dem Fenster, weil er auf der Fensterbank sitzt. Der Frosch fällt genau auf den Lieferwagen, der gerade losfährt. Nora schreit fürchterlich, weil sie ihn sehr mag. Der Lieferwagen fährt eine sehr lange Strecke zu einem Museum. „Da gibt es bestimmt tolle Sachen", überlegt Nina. In diesem Moment hält der Lieferwagen an und es gibt einen Riesen-knall. Nina wird in einer Kiste ins Museum getragen. Ein Arbeiter aus dem Museum findet den Frosch und stellt ihn einfach auch auf. Er lacht und verschwindet. Nach 3 Tagen kommt Nora in das Museum. Sie und ihre Familie wollen sich die neuen Sachen angucken. Auf einmal schreit Nora wie verrückt: „Mama, Mama, die haben meinen Frosch geklaut, das sind Diebe, wir holen sofort die Polizei!" „Ach Quatsch!", sagt Noras Mutter und zieht Nora zu dem Museumsleiter. Die Mutter von Nora erklärt dem Museumsleiter alles. Nach einiger Zeit hat Nora ihren Frosch wieder, weil die Mutter von Nora den Museumsleiter überredet hat. Dann fahren sie alle nach Hause und trinken einen heißen Kakao.
10.02.03, Nele Braun/Svenja Hinrichs